KfW 430 – Energieeffizient Sanieren
Investitionszuschuss

Für Selbstfinanzierer von Sanierungsmaßnahmen

Das Wichtigste in Kürze

  • Bis 30.000 Euro pro Wohneinheit Zuschuss für energetische Sanierung
  • Gefördert werden Komplettsanierungen zum KfW-Effizienzhaus und Einzelmaßnahmen
  • Flexibel kombinierbar mit anderen Fördermitteln

Wer wird gefördert?
Sie werden gefördert, wenn Sie als Privatperson energetische Modernisierungen an Wohngebäuden durchführen, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde.

Gefördert werden alle:

  • Eigentümer* eines Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung (Selbstnutzer und Vermieter)
  • Ersterwerber* eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung
  • Wohnungs­eigentümer­gemeinschaften aus Privat­personen
Geförderte Maßnahmen Prog. 430
Das energieeffiziente Haus

Folgende Maßnahmen fördert die KfW:

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der Dachflächen
  • Dämmung der Kellerdecke
  • Erneuerung der Fenster
  • Einbau / Erneuerung einer Lüftungsanlage
  • Austausch der Heizung
  • Solarthermische Anlage (Dach)
  • Sonnenschutz / sommerlicher Wärmeschutz
  • Planungs- und Baubegleitungsleistungen

Dämmung der Außenwände
Die Dämmung der Außenwände wird in der Regel an der Außenseite des Gebäudes aufgebracht. In bestimmten Fällen kann auch eine Kerndämmung (Wandmitte) oder eine Innendämmung (raumseitig) zur Ausführung kommen (z.B. Baudenkmäler). Zum Schutz der Außendämmung werden Putz, Holz, mineralische Platten oder Vorsatzmauerwerk / Sichtmauerwerk als Verkleidung verwendet.

Bei einem Einfamilienhaus liegen die Vollkosten pro m² Außenwanddämmung für ein Wärmedämmverbundsystem (Dämmung + Verkleidung) bei 110 bis 130 Euro/m² (Brutto-Kosten ohne Gerüst).

Dämmung der Dachflächen
Im Dach wird die Dämmung (z.B. Mineralwolle) zwischen, auf oder unter die bestehende Tragkonstruktion (Sparren) montiert.

Bei einem Einfamilienhaus liegen die Vollkosten pro m² Dachdämmung für eine nachträgliche Dämmung eines Steildaches (Zwischen- und Aufsparrendämmung) bei 210 bis 230 Euro/m² (Brutto-Kosten).

Dämmung der Kellerdecke
Die Kellerdecke kann auf zwei unterschiedliche Arten gedämmt werden. Entweder von oben, z.B. durch einbringen einer Dämmschicht unter dem Bodenbelag des darüber liegenden Wohnraums oder von unten, z.B. durch befestigen von Dämmplatten an der Kellerdecke.

Für ein Einfamilienhaus liegen die Vollkosten pro m² Kellerdeckendämmung für eine nachträgliche Dämmung bei 30 bis 40 Euro/m² (Brutto-Kosten).

Erneuerung der Fenster
Bei den Fenstern unterliegen sowohl Rahmensystem als auch Verglasung bestimmten Mindestanforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV). Handelsübliche Fenstersysteme mit hochwertiger 2-fach-Verglasung erreichen diese in der Regel.

3-fach Verglasungen und optimierte Rahmensysteme sind energetisch hochwertiger und werden z. B. notwendig, wenn im KfW-Programm Energieeffizient Sanieren – Einzelmaßnahmen die Fenster ausgetauscht werden.

Für ein Einfamilienhaus liegen die Vollkosten pro m² Fensterfläche mit 2-fach-Verglasung bei 290 bis 340 Euro/m², mit 3-fach-Verglasung bei 340 bis 390 Euro/m² (Brutto-Kosten).

Einbau / Erneuerung einer Lüftungsanlage
Schon einfache Anlagen zur kontrollierten Entlüftung des Gebäudes sind förderfähig. Diese verringern Feuchtigkeit und Geruchsbildung, beugen der Entstehung von Schimmelpilzen vor und verbessern entscheidend das Raumklima.

Effizienter und komfortabler sind jedoch Anlagen mit Wärmerückgewinnung. Sie nutzen bis zu 90% der Wärme, die in der verbrauchten und feuchten Abluft enthalten ist, für die Erwärmung der Zuluft und sparen dadurch Heizkosten.

Die Vollkosten für eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung liegen bei rund 4.600 Euro pro Wohneinheit (Brutto-Kosten).

Austausch der Heizung
Die Modernisierung der Heizungsanlage eröffnet vielfältige Möglichkeiten. Auch die Nutzung von erneuerbaren Energien wie solarthermischen Anlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen bzw. der Anschluss an Nah- und Fernwärmesysteme ist möglich.
Bei Einfamilienhäusern liegen die Vollkosten (Brutto-Kosten) für

Gas-/Öl-Brennwertkessel bei 8.500 bis 10.000 Euro – inkl. Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung 23.000 Euro
Pelletkessel mit Pellet-Lager bei 20.000 bis 28.000 Euro
Fußbodenheizung bei 40 bis 90 Euro/m² bezogen auf die Fußbodenfläche
Wärmepumpe bei 21.500 bis 37.000 Euro – je nach Art der Wärmequelle.

Solarthermische Anlage (Dach)
Für die Gebäudeheizung und die Warmwasserbereitung werden zunehmend auch erneuerbare Energien genutzt.

Ein System zur solaren Warmwasserbereitung umfasst neben dem Kollektor auch weitere Komponenten wie Speicher, Verteilleitungen, Pumpe und Regelung. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten soll ein möglichst hoher solarer Energieeintrag erzielt werden.

Bei einem Einfamilienhaus liegen die Vollkosten für eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung bei 6.000 Euro, bei zusätzlicher Heizungsunterstützung bei 18.000 Euro (Brutto-Kosten).

Sonnenschutz / sommerlicher Wärmeschutz
Wärmeschutz ist auch ein Sommerthema. Eine effiziente Dämmung minimiert im Sommer den Wärmeeintrag von Außen nach Innen und schützt das Gebäude vor Überhitzung.

Weitere Maßnahmen sind außen liegende Rollos bzw. Markisen vor den Fenstern oder Sonnenschutzverglasungen.

Die Kosten für Sonnenschutz, z. B. durch zusätzliche Rollläden, liegen bei ca. 100 Euro pro Fenster.

Planungs- und Baubegleitungsleistungen
Zu den Planungs- und Baubegleitungsleistungen gehören folgende Maßnahmen, die von der KfW gefördert werden:

  • Leistungen zur Detailplanung
  • Unterstützung bei der Ausschreibung und Angebotsauswertung
  • Bauausführung
  • Abnahme und Bewertung Ihrer Sanierung

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung (431).

Konditionen Programm 430

Staatliche Zuschüsse für Selbstzahler

Bitte beachten Sie, dass die KfW Zuschussbeträge erst ab 300 Euro auszahlt.

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